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Was
Christo und Clode im New Yorker Cetral Park veranstaltet haben, können
die Bürger und Bürgerinnen von Hellersdorf schon lange. Hier
soll eine oben air - Galerie im Fußgänger-Boulevards entstehen.
Das ist wörtlich zu nehmen, hoch oben zwischen den Häusern werden
große farbige Tücher im Winde wehen. Auf den Leinwänden
sind Porträts der Einwohner des Quartiers zu sehen. Kinder und Jugendliche
werden ihre Eltern, ihre Freunde oder sich selbst mit Pinsel und Farbe
darstellen. Damit es einfacher wird, werden diese fotografiert bzw. es
werden Bilder aus dem Familienalben zusammen getragen, um sie auf die
Leinwand zu projektieren und dann nachzumalen. Am 29.9.06 um 14.00 Uhr
wird die Oben-Air - Galerie eingeweiht. Damit hätte die BürgerInnen
von Hellersdorf es geschafft, nicht nur den Sternenhimmel über ihren
Wohngebiet in Besitz zunehmen, sondern auch die Lufthoheit zu erringen.
Initiiert wird das Projekt von Kurt Buchwald, der die Hellersdorfer Himmelsscheibe
entworfen hat.
Alle sind zum
Projekt eingeladen!
Es werden ambotinierte
Zeichner- und MalerInnen gesucht und natürlich Personen, die sich
darstellen lassen. Sie können auch die Gelegenheit nutzen, sich
vor dem Büro des Quartiersmanagements, Hellersdorfer Promemade
17, für das Projekt fotografieren zu lassen.
Wollen sie einen Ihnen nahestehenden Menschen etwas Gutes tun, ihn ehren
oder einfach nur überraschen, dann geben sie dort ein Foto ab.
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Der
Boulevard Hellesdorfer Promenade
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Entwurf/
Fotomontage
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Konzeption
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Fotografieren
- Projizieren und Skizzieren - Malen
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Nähen
im Nachbarschafts-
und Selbsthilfeverein Kiek-In e.V
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Ziel
des Community-Art-Projektes soll die Einbeziehung der Bewohner
und Bewohnerinnen in die Entwicklung des gesamten Quartiers sein.
Dabei geht es um Identifikation, den Aufbau und die Darstellung
eigener Möglichkeiten. Künstlerische Ismen stehen nicht
im Vordergrund.
In der Open-Air-Galerie zwischen den Häusern werden die Konterfeis
der hier Wohnenden zu sehen sein. Um das zu erreichen werden öffentliche
Einrichtungen, wie Vereine, Schulen, Jugendclubs und Kitas zu
einem Projekt vernetzt. Kinder und Jugendliche stellen ihre Eltern,
ihre Freunde oder sich selbst mit Pinsel und Farbe in einer Reihe
von Workshops dar. Damit es einfacher wird, werden diese fotografiert,
auf die Leinwand projiziert und dann gemalt. Dieser Prozess durchbricht
das Endgültige der Fotografie, eine Auseinandersetzung mit
der abgebildeten Person, die Darstellungen eigenen Vorstellungen
und Wünsche werden angeregt. Das Bild wird in ein "Eigenes"
überführt und mit positiven Erfahrungen verknüpft.
Aus dem Massenartikel entsteht ein individuelles Produkt zum Selbstkostenpreis.
Örtlichen Resorcen werden mobilisiert und bindet weitere
Akteure an das Geschehen. Das Bewußtwerden der eigenen Fähigkeiten
löst die Hemmschwelle für eine öffentliche Selbstdarstellung,
Stolz und Gemeinschaftsgefühl entstehen.
Kurt Buchwald
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Fotovorlage
und gemaltes Bild
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"
W i r "
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Mandy
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Katrin
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Philipp
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Martina
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Blath
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Olga
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Will
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Sandy
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Ceren
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Josi
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Jule
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Sahra
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Jungnick
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Max
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Edith
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Angi
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Gryschek
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Frank
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Lara
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Micha
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Erhard
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Bianca
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Bernd
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Vladena
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Jasmin
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Emely
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Erika
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Fini
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Mario
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Jenny
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Loreen
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Jule
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Viola
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Lysanne
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Peter
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Monika
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Heike
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Christiane
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Laura
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Daniela
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Schwarz
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Ilona
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Monique
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Kevin
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Jule
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Pauline
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Tom
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Johannes
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Schneider
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Janin
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Reiner
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Lisa
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Schimmelpfennig
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Maria
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Karsten
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Emely
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Tim
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Michi
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Karsten
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Blath
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Vanessa
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Markus
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Xenia
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Alpertine
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Eckhard
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Julian
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Berger
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Marco
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Franziska
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Lisa
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Iris
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Nadeshda
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Hans-Joachim
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Simone
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Winzer
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Workshops
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Malaktion
an
der ASFH
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Malaktion
im Jugendclub Eastend
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Malaktion
in der Arche
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in der Promenade
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Malaktion
auf der Wiese vor dem Kinderladen
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Malaktion
im Hof
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Malaktion
mit Schülern
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Malaktion
in der Kita "Spielhaus"
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Kinder
im "Spielhaus" mit ihren Bildern
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Malaktion
im Hella Mädchenclub
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Malaktion
vor dem Mittendrin e.V.
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Malaktion
im ART-KUNST-RAUM, S.N.O.W. Projektbüro e.V.
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Der
Aufbau
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Die
Firma Förster und Mitarbeiter vom S.N.O.W. Projektbüro
e.V. helfen beim Aufbau
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Eröffnung
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Bewohner
des Quartiers hängen in der Luft
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Frau Dr. Ivan und Fau Pohl (links) Bezirksstadträtin
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Philipp
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Frau Dr. Herden und Frau Kuhnert (halblinks) vom QM
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Lärmkonzert
der Kitakinder
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Josi
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Zum
Abschluß gibt es Schaumküsse
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Mandy
fliegt!
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Wo
ist denn...?
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Da
schau, deine Mutti!
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Am
29.9.06 wurde die Oben - Air - Galerie eingeweiht. Sie
war bis zum 03.10.
2006 an der Ecke Quedlingburger/
Hellesdorfer Promenade zu sehen.
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Hellersdorf
ist mit dem Projekt "Wir im Quartier" nicht das erste
Mal ins Visier von Künstlern geraten. 1999 gab es das erste
Hellersdorf-Projekt, an dem mehrere Fotografen beteiligt waren,
vor vier Jahren folgten die Dostoprimjetschjelnosti im bald darauf
demontierten Hochhaus, und wie die Liste der mehr als 10 bei "Wir
im Quartier" beteiligten Vereine und Einrichtungen zeigt,
gibt es einen kontinuierlichen Strom sozialer und kultureller
Aktivitäten.
Als
Kurt Buchwald, der Fotograf, vor drei Jahren hier die Hellersdorfer
Promenade als einen Ort für Kunst entdeckte, ahnte er noch
nicht, dass daraus eine Art Hellersdorfer Trilogie für ihn
und für die Anwohner werden sollte. Begonnen hat er damit,
den Hellersdorfern erst einmal ein eigenes Himmelszelt mitten
auf der Promenade einzurichten, ein Firmament aus Sternbildern
des Alltags der hiesigen Bewohner. Ein Jahr später ließ
er die Promenade kochen - Ergebnis war ein handliches Hellersdorfer
Kochbuch.
Mit
"Wir im Quartier" führt Kurt Buchwald nun die Idee
des Himmel, die spezielle Hellersdorfer Kosmologie, weiter: die
Quartiersbewohner hängen in der Luft! Genauer gesagt: ihre
Porträts. Sie sind in den Himmel gekommen, allerdings nicht
zu weit weg, einige Meter über der bodennahen Luftzone fliegen
sie über uns hinweg wie ein fröhlicher Schwarm in der
Formation eines Chores oder wie die aufgeschlagenen Seiten eines
überdimensionierten Fotoalbums.
Daß
sich viele darin wiedererkennen, ist das Besondere dieser künstlerischen
Installation. Mehr als 60 Porträts haben die Hellersdorfer
gemalt, sich gegenseitig porträtiert, - es sind auch Selbstporträts
dabei. Kurt Buchwald als spi
ritus rector hat beim Malen mit seiner Kamera und vielen Tipps
Schützenhilfe geboten, Fotos ersetzen ja heutzutage für
viele Künstler die klassische Skizze. Darüber hinaus
hat er organisatorisch alles in die Wege geleitet, damit diese
Porträtgalerie sich zwischen den Plattenbauten erheben konnte,
sozusagen das Fußvolk zum Flugvolk wurde.
Daß diese Freiluft-Galerie nur wenige Wochen über der
Promenade flattern wird, ist zwar schade, kann aber als Ansporn
und Chance für neue Ideen gesehen werden.
Diese
Galerie am Rande des Himmels über Berlin ist durch Kurt Buchwald
ortsbezogen und ortsgebunden konzipiert worden. Nur durch die
mitagierenden Freizeitmaler ist sie möglich geworden. Die
Zeit des Malens selbst - der inzwischen unsichtbare Prozeß
der Kunstproduktion - gehört unbedingt zur Galerie dazu,
auch wenn er nur noch in der Dokumentation erhalten blieb. Es
wäre zu begrüßen, wenn der eine oder andere künftig
einen neuen, neugierigeren Blick auf die Kunst entwickelt oder
sich zu weiteren künstlerischen Vorhaben ermutigt fühlt.
Kurt Buchwald gehört zu den Künstlern, die sich mit
ihren Arbeiten und Konzepten gerne einmischen, aus dem Atelier
auf die Straße und zu den Menschen gehen. Er stellt deren
visuelle Wahrnehmung auf die Probe und verführt sie im besten
Falle, wie hier, zu eigener Aktivität. Die rein autonome,
sich ausschließlich im Kunstkontext bewegende Kunst interessiert
ihn eher, wenn sie nicht von ihm ist. In der eigenen Arbeit spielen
bevorzugt spezifische gesellschaftliche, mediale, soziale und
kollektive Aspekte eine Rolle. Kurt Buchwald geht es um die demokratischen
Möglichkeiten von Kunst, sozusagen um Kunst als Demokratielabor.
Angefangen
hat Kurt Buchwald Mitte der 80er mit seiner schließlich
10 Jahre währenden Aktion "Fotografieren verboten",
die er nach 1989 konsequent auch auf internationale Schauplätze
verlegte. Er veranstaltete gesellschaftskritische
Performances, gründete das Amt für Wahrnehmungsstörung
und entdeckte die Röhrenmenschen, die im vergangenen Jahr
als Röhrenpartei ihr Schattenkabinett vorstellten.
Auch
hinsichtlich der Hellersdorfer Bildnisgalerie ist Kurt Buchwald
seinen Grundsätzen treu geblieben. Ebenso wie bei seinen
Aktionen im Bezirk Wedding, der aufgrund ähnlich schwieriger
Sozialstrukturen und architektonischer Verhältnisse kulturell-künstlerisch
eine harte Nuß darstellt, hat Kurt Buchwald gerade an der
Randlage von Hellersdorf und an den hier lebenden Menschen seine
Aufgabe und Gefallen gefunden. Der Platten-Exotik dieses 20 Jahre
alten Neubaugebiets, die viele aus der Ferne oder auch in der
inneren Distanz damit verbinden, setzt er mit den Kiezbewohnern
eine bunte, repräsentative Mischung von selbstbewussten Konterfeis
konkreter Personen entgegen. So genau hingesehen haben in der
Kunstgeschichte vor allem die Bildnismaler in der Renaissance
von Piero de la Francesca bis Albrecht Dürer und anderen,
als sie das neue bürgerliche Selbstbewusstsein in beeindruckenden
Individu-alporträts einfingen. Nun will ich hier niemanden
zum Dürer oder Leonardo küren, aber die vitale Präsenz
dieser Hellersdorfer-Bürger-Phalanx soll doch entsprechend
gewürdigt werden.
Analog zum Bildtitel "Ich und die Stadt", den der expressionistische
Maler Ludwig Meidner im Jahr 1913 für ein Selbstporträt
verwendete, steht unter dieser Galerie-Installation ein vielstimmiges
"Wir in Hellerdorf - Wir im Quartier".
Dr.
Gabi Ivan
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Beteiligte
bei der Kunstaktion:
Hella
Klub für Mädchen und junge Frauen, Nachbarschaftshilfe
für Frauen Kiek-In e.V., Kita Spielhaus, der Kinderladen,
Mittendrin in Hellersdorf e.V., Jugendfreizeiteinrichtung Eastend,
Galerie ART-KUNST-RAUM des S.N.O.W. Projektbüro e.V., Die
Arche -Christliches Kinder- und Jugendwerk e.V., Alice
Salomon Fachhochschule für Sozialarbeit, City-Meile, Vetranel
- fünfte Immobilienbesitz GmbH und Co KG, Quartiersmanagement
Hellersdorfer Promenade, S.T.E.R.N. - Gesellschaft der behutsamen
Stadterneuerung, die Bürger und Bürgerinnen des Wohngebietes
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Das
Projekt wird auf Empfehlung des Bewohnerarbeitskreises Hellersdorfer Promenade
aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt" gefördert.
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